Sieg vor heimischem Publikum

Am Freitag konnte ich beim 26. Gänseliesellauf in meiner Heimatstadt Monheim die 5km gewinnen. Geplant war der Lauf nur als schnelle Trainingseinheit vor der anstehenden Mitteldistanz DM am nächste Wochenende. Aber wenn man schon mal in seiner Heimatstadt laufen kann, dann sollte man das auf jeden Fall auch wahrnehmen. Es ist immer wieder ein schönen Erlebnis, wenn man dann überall an der Strecke erkannt wird und lautstark angefeuert wird. Um so erfreulicher, wenn man dann auch noch eine neue Bestzeit(16:51) auf vermessener Strecke laufen kann. Ich hätte definitiv noch wesentlich schneller Laufen können, wenn ich nicht den ersten Kilometer unter 3 Minuten hätte laufen müssen um am später zweitplatzierten dran zu bleiben.
Für einen Trainingslauf allemal ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Nach der Siegerehrung hängte ich dann aber doch noch ein paar Trainingskilometer dran, schließlich wird die Strecke am nächste Wochenende doch etwas länger als nur 5km werden.

Bundesliga Debüt

Am vergangen Samstag ging für mich ein großer Traum in Erfüllung. Zum ersten Mal durfte ich in der 1.Deutschen Triathlon Bundesliga an den Start gehen. Das Rennen in Witten war in zwei Teile aufgeteilt. Morgens wurde in Form einer Staffel gestartet. Jedes Teammitglied musste dabei einen Supersprint(200-3,6-1,3) absolvieren und dann den nächsten aus dem Team abklatschen. Obwohl mir solch kurze Distanzen ja eigentlich nicht so liegen, konnte ich eine ganz gute Leistung abliefern. Schwimmen war eher schlecht, da ich an den komischen Wendebrettern(Das Schwimmbecken war ein extra für den Wettkampf aufgebauter 25m Pool) mehrmals abrutschte, in den beiden anderen Disziplinen lief es aber gut. Durch die extrem kurze Distanz war das Rennen sehr hart. Ich glaube in der zweiten Laufrunde habe ich so gut wie nichts mehr gesehen, da mir nur noch schwarz vor Augen war.
Abends stand dann ein Teamsprint auf dem Programm. Leider mussten wir als letztes Team mit einem Rückstand von ca.30sec auf die Strecke gehen. Die Startreihenfolge wird durch die Summe der Einzelzeiten aus der Staffel festgelegt und obwohl jeder bis zum absoluten Limit gegangen war, reichte es in diesem top besetzten Feld nicht für mehr. Voll motiviert wenigstens nicht letzter zu werden machten wir uns dann auf die Verfolgung der anderen Teams. Auf dem Rad verloren wir leider Matthias, der den Anschluss verpasste. Trotzdem schafften wir es auf das Team von Hannover 96 aufzufahren und sie auch zu überholen. Leider konnten wir dies beim Laufen dann nicht mehr halten. Obwohl wir nicht so gut abgeschnitten hatten war es für uns alle ein großes Erlebnis. Vor allem der zusammenhalt im Team war beeindruckend.(Nochmals danke Jungs, dass ihr mich beim Laufen so gut mitgezogen habt)
Wirklich ein tolles Erlebnis mal mit den ganz großen des Sports zusammen zu starten. Es war auf jeden Fall ein Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde.Bilder

Am Sonntag startete ich dann nochmals in Witten, da ich den Start schon gemeldet hatte, bevor ich wusste, dass ich in der 1.Liga starten durfte. Hier konnte ich einen souveränen Sieg einfahren auch wenn mir das Rennen vom Vortag noch erheblich in den Beinen steckte.Bilder

Jetzt werde ich mich erst einmal gut erholen und dann auf die Mitteldistanz DM in Kulmbach vorbereiten, die auch schon in 2 Wochen stattfindet

Deutscher Duathlon Vize Mannschaftsmeister

Bei den Deutschen Duathlon Meisterschaften in Oberursel konnten ich zusammen mit Lander und Yannic den Vizemeistertitel gewinnen(Ergebnisse). Lander zeigte dabei mit einem 4. Platz ein besonders starkes Rennen und auch Yannic, der zweiter in der U23-Wertung wurde, wuchs über sich hinaus. Mit meinem eigenen Rennen bin ich alles andere als zufrieden. Beim ersten Laufen hatte ich in den ersten Runden große Probleme richtig Luft zu bekommen. Da ich in den letzten Tagen etwas Probleme mit Husten hatte und auch schleimlösende Medikamente einnehmen musste, hatte ich schon mit so etwas gerechnet und auch zeitweise überlegt nicht anzutreten. Ich entschied mich aber für einen Start, da sonst keine Mannschaftswertung zustande gekommen wäre. Nach den ersten beiden Laufrunden ging es dann auch wieder etwas besser und ich konnte noch ein paar Plätze gut machen. Eine gute Position war allerdings schon nicht mehr zu erreichen. Dummerweise fand ich mich dann auf dem Rad auch genau zwischen zwei Gruppen wieder. Ich versuchte an die Gruppe vor mir heranzufahren, doch dies gelang mir nicht. So wurde es dann ein sehr einsames Rennen für mich. Ich fuhr die gesamte Radstrecke alleine. Nicht sehr motivierend, wenn man vor sich die ganzen Gruppen sieht und keine Chance hat heran zu kommen. Auf die Gruppe hinter mir zu warten machte auch keinen Sinn, da sie zu weit weg war und so startete ich halt ein Einzelzeitfahren. Der zweite Lauf war dann auch nichts besonderes mehr. Da ich sowohl nach vorne als auch nach hinten so große Abstände hatte, lief ich auch nicht mehr absolut voll, obwohl ich mich jetzt wieder sehr gut fühlte. Im Ziel angekommen war ich dann auch gar nicht so richtig kaputt. Ich muss den Wettkampf wohl einfach als harte Trainingseinheit abhaken und hoffen, dass ich für die nächsten Wettkämpfe wieder fit bin. Wäre ich nicht durch die Krankheit geschwächt gewesen, wäre wohl etwas mehr als ein 33.Platz drin gewesen.